Glossar

Lexikon Havranek Zerspanungswerkzeuge

Biegemaschine

Mit einer Biegemaschine lassen sich Biegungen an einem Werkstück herstellen. Sie gehört zu den umformenden Werkzeugmaschinen. Es gibt unterschiedliche Ausführungen, wie CNC-Biegemaschinen und Universalbiegemaschinen.

Bohren / Bohrmaschine

Beim Fertigungsverfahren Bohren werden mit einer Bohrmaschine Durchgangslöcher und Sacklöcher in unterschiedlichste Werkstücke gebohrt. Wie bei Drehmeißeln, Fräsern und anderen Bearbeitungswerkzeugen, gibt es auch Bohrer, die mit den praktischen Wendeschneidplatten versehen werden können.

Capto-Werkzeuge

Capto-Werkzeuge verfügen über eine „Coromant Capto®“-Kupplung. Es handelt sich dabei um ein modulares Schnellwechsel-Werkzeugkonzept. Den Kern dieses Konzepts bilden spezielle Schnellwechsel-Werkzeughalter, Adapter, Reduzierungen und Verlängerungen.

Drehen / Drehmaschine

Drehmaschinen dienen zur Bearbeitung und Herstellung von Werkstücken durch das zerspanende Fertigungsverfahren Drehen. Das Werkstück rotiert und das Werkzeug, z.B. ein Drehmeißel, ist fest auf den Werkzeugschlitten gespannt. Der Werkzeugschlitten kann längs und quer zur Rotationsachse bewegt werden. Durch Vorschubbewegungen kann so kontinuierlich ein Span vom Werkstück abgetragen werden.

Flachschleifmaschine

Flachschleifmaschinen werden eingesetzt, um ebene Flächen zu schleifen. Dabei wird das jeweilige Werkstück vielfach auf einem starren Maschinentisch fixiert. Eine rotierende Schleifscheibe verfährt in horizontaler Richtung und durch einen vertikalen Vorschub kann das Werkstück geschliffen werden.

Fräsen / Fräsmaschine

Fräsmaschinen tragen mittels rotierender Schneidewerkzeuge Material von einem Werkstück ab. Der Vorgang erinnert an das Bohren, jedoch stehen beim Fräsen drei Vorschubrichtungen zur Verfügung. So lassen sich mit Hilfe einer Fräsmaschine komplexe Werkstücke herstellen.

Hohlschaftkegel

Ein Hohlschaftkegel wird kurz auch als HSK bezeichnet. Er dient der Werkzeugaufnahme in Werkzeugmaschinen, wobei die kinetische Energie der Maschinen, über den Hohlschaftkegel, kraftschlüssig und formschlüssig an die Werkzeuge übertragen wird. Der Hohlschaftkegel gilt als Nachfolger des Steilkegels.

HSK-Werkzeuge

Wie der Name schon sagt, zeichnen sich HSK-Werkzeuge dadurch aus, dass sie über einen Hohlschaftkegel verfügen. Die Werkzeuge haben zahlreiche Vorteile, wie etwa eine hohe Wechselgenauigkeit und Steifigkeit sowie eine kleine Bauweise. Zudem sind die Hohlschaftkegel-Werkzeuge auch für hohe Drehzahlen, ruckartige Belastungen und die Übertragung von großen Drehmomenten geeignet.

Kegeltoleranz

Die Kegeltoleranz beschreibt, in welchem Toleranzfeld sich die Maße eines bestimmten Kegels bewegen bzw. bewegen dürfen. Bei Steilkegeln und Hohlschaftkegeln hat die Kegeltoleranz z.B. einen maßgeblichen Einfluss auf die bei der Nutzung auftretende Rundlaufabweichung.

Kupplung

Eine Kupplung dient der Verbindung zweier Wellen, wobei die Verbindung unter anderem starr, elastisch oder beweglich sein kann. Durch eine Kupplung ist es möglich, zwischen den Wellen Rotation und somit mechanische Kraft, zu übertragen

Messgeräte / Messvorrichtungen

Messgeräte werden in der Metallverarbeitung verwendet, um verschiedene Größen zu bestimmen, z.B. die Härte oder auch die Oberflächenrauheit eines Materials. Die Messgeräte werden sowohl während als auch nach der Produktion genutzt. Letzteres dient in der Regel der Qualitätskontrolle. Ein typisches Messinstrument, das bei der Bearbeitung zylindrischer Werkstücke genutzt wird, ist die Messuhr.

Normen / genormt

In Deutschland ist in erster Linie die DIN-Norm bekannt, je nach Bereich, können aber auch die ISO-Norm oder die europäischen Normen (EN) Anwendung finden. Generell geht es bei Normen um die Vereinheitlichung von materiellen und immateriellen Gegenständen. Dies vereinfacht die übergreifende Zusammenarbeit und Kompatibilität von Produkten. Hohlschaftkegel sind z.B. nach DIN 69893 genormt und Wendeschneidplatten nach DIN ISO 1832.

Rundlaufabweichung

Die Rundlaufabweichung gehört zu den Form- und Lage-Toleranzen (GD&T), einer Symbolsprache für die Toleranzen von Bauteilen. Sie beschreibt die Toleranz bei der Umdrehung eines Zylinders um seine Bezugsachse. Bei der Rundlaufabweichung wird zwischen Rundlauf und Gesamtlauf unterschieden.

Rundschleifmaschine

Mit Rundschleifmaschinen können runde Werkstücke geschliffen werden, z..B. um die gewünschte Oberflächenrauheit zu erzielen. Rundschleifmaschinen werden vielfach unterteilt in Innen- und Außenrundschleifmaschinen. Letztere dienen zum Schleifen der Außendurchmesser von zylindrischen Werkstücken. Innenrundschleifmaschinen werden dementsprechend genutzt, um Innenflächen zu schleifen, etwa von Bohrungen.

Schneidengeometrie / Schneidteil

Die Schneidengeometrie beschreibt die Maße von unterschiedlichen Bestandteilen des Schneidteils eines Bearbeitungswerkzeugs. Zur Schneidengeometrie zählen beispielsweise Spanwinkel, Freiwinkel, Keilwinkel und Neigungswinkel. In der BRD gilt für die Geometrie der Schneiden die DIN 6581 und die DIN 6582. Hinzu kommt die internationale Norm ISO 3002/2.

Schnittbewegung

Bei der Schnittbewegung handelt es sich, je nach Bearbeitungsverfahren, um eine rotatorische oder translatorische Bewegung. Des Weiteren kann die Bewegung sowohl vom Schneidwerkzeug (z.B. Fräser und Bohrer), als auch vom Werkstück ausgeführt werden. Letzteres ist unter anderem bei Drehmaschinen der Fall.

Schnittbewegung

Bei der Schnittbewegung handelt es sich, je nach Bearbeitungsverfahren, um eine rotatorische oder translatorische Bewegung. Des Weiteren kann die Bewegung sowohl vom Schneidwerkzeug (z.B. Fräser und Bohrer), als auch vom Werkstück ausgeführt werden. Letzteres ist unter anderem bei Drehmaschinen der Fall.

Schwingungsgedämpfte Werkzeuge

Schwingungsgedämpfte Werkzeuge verfügen über ein besonderes Dämpfungssystem, mit dem die sonst bei der spanenden Bearbeitung auftretenden Schwingungen maßgeblich reduziert werden können. Auf diese Weise ist es möglich, engere Toleranzen einzuhalten und die Bearbeitungsgeschwindigkeit zu erhöhen. Des Weiteren können bei geringeren Schwingungen auch bessere Oberflächen erzielt werden.

Sonderwerkzeuge

Sonderwerkzeuge sind Werkzeuge, die nicht genormt sind und in der Regel nur als Unikate oder in kleinen Stückzahlen produziert werden. Neben den Zerspanungswerkzeugen finden sich Sonderwerkzeuge noch in vielen weiteren Bereichen, etwa im Formenbau.

Spanleitstufen

Die Spanleitplatte oder auch Spanleitstufe dient dem Abführen der Späne bei Werkzeugen bzw. Werkzeugmaschinen. Sie befindet sich direkt hinter der Werkzeugschneide. Die Spanleitstufe bricht in der Regel den Span und transportiert ihn ab. Dies ist wichtig, da lange Späne eine große Gefahr für Menschen und Maschinen darstellen können.

Späne

Späne können natürlich aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Bei der Metallbearbeitung mit Zerspanungswerkzeugen entstehen Metallspäne. Die Späne werden, zum Beispiel bei der Bearbeitung der Werkstücke mit einer Drehmaschine, abgeschert. Die Beschaffenheit und Länge der Späne wird durch diverse Faktoren beeinflusst, wie etwa die Spanleitstufe am Bearbeitungswerkzeug, die Schneidengeometrie und die Vorschubgeschwindigkeit.

Steilkegel

Steilkegel zählen zu den Werkzeugaufnahmen und gelten als Vorläufer der Hohlschaftkegel. Die für Steilkegel geltende Norm ist die DIN ISO 7388. Einige Vorteile der HSK-Werkzeugaufnahmen, waren auch schon bei den Steilkegeln vorhanden, wie etwa die hohe Verdrehsteifigkeit, die aus der kurzen Baulänge resultiert.

Vorschub

Der Vorschub sorgt dafür, dass ein Werkzeug am Werkstück (oder auch umgekehrt ein Werkstück am Werkzeug) entlanggeführt wird. Zusammen mit der Schnittbewegung ergibt sich die sogenannte Wirkbewegung.

Vorschubgeschwindigkeit

Die Vorschubgeschwindigkeit beschreibt, welche Strecke der Vorschub in einer bestimmten Zeit bewirkt. Meist wird die Vorschubbewegung in Millimetern pro Minute (mm/min) angegeben.

Wendeschneidplatten

Wendeschneidplatten können an verschiedenen Bearbeitungswerkzeugen, wie Drehmeißeln, Fräsern und Bohrern, montiert werden. Die Wendeschneidplatten haben viele Vorteile. Durch ihren Einsatz entfällt z.B. das aufwendige und anspruchsvolle Schleifen der Werkzeuge, wenn diese mit der Zeit stumpf geworden sind. Wie der Name bereits vermuten lässt, müssen die Schneidplatten lediglich gewendet werden, um die Produktion fortsetzen zu können. Eine quadratische, doppelseitige Wendeschneidplatte kann so z.B. bis zu achtmal verwendet werden, bevor sie ersetzt werden muss.

Werkzeugmaschinen

Maschinen, die mit Werkzeugen ausgerüstet werden können und zur Fertigung von Werkstücken
dienen, werden als Werkzeugmaschinen bezeichnet. Für ein besonders effizientes Wechseln der Werkzeuge, verfügen die Maschinen in der Regel über eine spezielle Werkzeugaufnahme, z.B. für Steilkegel oder deren Weiterentwicklung, die Hohlsteilkegel (HSK). Zu den Werkzeugmaschinen gehören unter anderem Drehmaschinen und Fräsmaschinen.

Zerspanungswerkzeuge

Die Zerspanungswerkzeuge gehören, mit den Schneidwerkzeugen für zerteilende Fertigungsverfahren, zu den Schneidgeräten. Die Werkzeuge zeichnen sich durch spanabhebende Trennvorgänge aus. Zu den Zerspanungswerkzeugen gehören unter anderem Bohrer, Fräswerkzeuge und Drehmeißel für Werkzeugmaschinen. Bei diesen Maschinen kann es sich z.B. um Fräsmaschinen, Drehmaschinen oder Bearbeitungszentren handeln.

CNC-Bearbeitung • Drehen • Fräsen • Schleifen • Stahl • NE-Metalle • Kunststoffe